INFOPORTAL RÜCKENSCHMERZEN

Trennlinie mit Nagel (verkörpert Rückenschmerzen)
Frau mit Rückenschmerzen greift sich an den Rücken

Rückenschmerzen – eine echte Zivilisationskrankheit?

Rückenschmerzen treten sehr häufig auf und zählen heutzutage tatsächlich schon zu den häufigsten Volksleiden. Fast 80 Prozent aller Mitteleuropäer leiden im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal an Rückenschmerzen. Die Ursachen sind dabei extrem vielfältig. Zu den häufigsten Ursachen zählen jedoch Stress, Bewegungsmangel und Bandscheibenvorfälle. Glücklicherweise klingen Rückenschmerzen in den meisten schnell und ohne Behandlung wieder ab. Dennoch ist Vorsicht geboten. Denn bei Rückenbeschwerden besteht stets die Gefahr, dass sich diese als chronische Schmerzen manifestieren.

Rückenschmerzen – wen betreffen sie?

Egal ob Männer, Frauen, Senioren oder Jugendliche – Rückenschmerzen können jeden betreffen. Durch Verschleißerscheinungen im Bereich der Wirbel und Gelenke kommt es jedoch mit zunehmendem Alter auch zu einem Anstieg des Rückenschmerz-Risikos. Trotzdem müssen auch junge Menschen vorsichtig sein. Denn heutzutage klagt bereits etwa jeder dritte Grundschüler über Rückenschmerzen.  Aus einem Report der BKK geht hervor, dass Frauen mit 46,9 Prozent etwas seltener betroffen sind, als Männer.

Neben dem Alter oder dem Geschlecht spielt auch der Arbeitsplatz eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Rückenschmerzen. Auffällig ist, dass sitzende Tätigkeiten, wie zum Beispiel in der Datenverarbeitung oder im Kredit- und Versicherungsgewerbe, nur relativ wenige Fehltage aufweisen. Die häufigsten Fehltage haben Erwerbstätige im Bereich der Postdienstleister sowie Mitarbeiter aus der Abfallentsorgung. Am häufigsten sind die Ursachen hier in Skelett und Muskelerkrankungen zu finden.

Rückenschmerzen – der häufigste Grund für Fehlzeiten am Arbeitsplatz?

Für das Gesundheitssystem entstehen durch Rückenschmerzen jedes Jahr horrende Kosten. Tatsächlich geben Kranken- und Rentenversicherungen etwa 20 Milliarden Euro nur für die Behandlung von Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates aus. Dazu müssen jedoch noch die Kosten für Arbeitsausfälle bei den einzelnen Arbeitgebern eingerechnet werden. Im Vergleich zu anderen Krankheitsbildern verursachen die Rückenschmerzen rund die Hälfte aller Ausfalltage. Dabei werden mehr als drei Viertel aller Betroffenen für zwei Wochen krankgeschrieben. Etwa 4,3 Prozent fallen sogar länger als sechs Wochen aus.

Der anatomische Aufbau von Rücken und Wirbelsäule

Der menschliche Rücken besteht keinesfalls nur aus der Wirbelsäule. Dazu kommen die Rippen, Muskeln, Bänder, Sehnen und Nerven, die ebenfalls einen Anteil an der Stütz- und Haltefunktion des Rückens haben. Wenn Sie sich etwas stärker mit der Anatomie des Rückens auseinandersetzen, können Sie den Entstehungsprozess Ihrer Rückenschmerzen vielleicht besser nachvollziehen.

Aufbau der Wirbelsäule – das Herzstück des Rückens

Die Wirbelsäule kann mit Fug und Recht als das Herzstück des menschlichen Rückens bezeichnet werden. Schließlich hält sie den Rumpf in Zusammenarbeit mit den passiven und aktiven Strukturen aufrecht und ermöglicht Bewegungen des Oberkörpers. Dabei besteht die Wirbelsäule aus 33 bis 34 einzelnen Wirbelkörpern, die wiederum von jeweils einer Bandscheibe voneinander getrennt sind. Die Wirbelsäule lässt sich grundsätzlich in fünf verschiedene Abschnitte unterteilen:

  • Halswirbelsäule (HWS): Besteht aus sieben Wirbeln und befindet sich im Bereich des Nackens.
  • Die Brustwirbelsäule (BWS): Besteht aus zwölf Brustwirbeln und befindet sich im Bereich des oberen Rückens.
  • Lendenwirbelsäule (LWS): Besteht aus fünf wirbeln und befindet sich im unteren Bereich des Rückens.
  • Kreuzbein: Besteht aus fünf fest miteinander verbundenen Kreuzwirbel und befindet sich unter der Lendenwirbelsäule.
  • Steißbein: Besteht aus vier bis fünf fest miteinander verbundenen Kreuzwirbeln und befindet sich im Bereich des Gesäßes.

Allgemeine Tipps für Ihre Rückengesundheit

Ihr Rücken ist jeden Tag einer besonderen Belastung ausgesetzt – sowohl körperlich als auch seelisch. Bei Verspannungen oder einem Ungleichgewicht in der muskulären Ausprägung reagiert Ihr Rücken mit Schmerzen. Außerdem schreitet der Verschleiß der Wirbelsäule mit zunehmendem Alter immer weiter voran, wodurch das Risiko für Rückenbeschwerden zusätzlich ansteigt. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, positiven Einfluss auf Ihre Rückengesundheit zu nehmen.

Mit viel Bewegung zu einem gesunden Rücken

Sport zählt zu den wichtigsten Maßnahmen bei der Behandlung und Vorbeugung von Rückenschmerzen. Allerdings sollte auch regelmäßige Bewegung im Alltag nicht vernachlässigt werden. Dabei geht es weniger darum, wie Sie sich bewegen, sondern vielmehr darum, dass Sie sich überhaupt ausreichend ertüchtigen. Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie in Ihrem Beruf ohnehin schon viel sitzen und auch in Ihrer Freizeit den Komfort des Autos oder Sofas bevorzugen. Folgende Ratschläge helfen Ihnen, dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken:

  • Am besten integrieren Sie Bewegung bereits in Ihren Arbeitsweg. Beispielsweise können Sie Ihr Auto so abstellen, dass Sie noch fünf Minuten zu Fuß laufen müssen. Wenn es Ihr Arbeitsweg und die Wetterverhältnisse zulassen, können Sie auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder anstatt dem Fahrstuhl die Treppe nehmen. Wenn Sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, können Sie auch zwei oder drei Haltestellen vorher aussteigen und den Rest des Weges zu Fuß bestreiten.
  • Nehmen Sie sich fest vor, jeden Tag mindestens einmal eine viertel- bis halbe Stunde zügig zu gehen. Das kann zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem abendlichen Spaziergang sein. So unterstützen Sie nicht nur Ihren Rücken, sondern fühlen sich nach einiger Zeit auch fitter und vitaler.
  • Wenn Sie sich abends auf dem Sofa entspannen, sollten Sie darauf achten, Ihre Sitzposition häufiger zu wechseln.
  • Benutzen Sie anstatt dem Fahrstuhl grundsätzlich die Treppe – auch, wenn man sich nach einem anstrengenden Tag gerne zum Fahrstuhl verleiten lässt.
  • Seien Sie allgemein aktiv. Suchen Sie sich dazu am besten eine geeignete Sportart aus, an der Sie wirklich Spaß haben. Dazu müssen Sie nicht zwangsläufig in einen Sportverein gehen. Auch Schwimmen, Power Walking oder Fahrradfahren können Ihrem Rücken guttun.

Die Rückenmuskulatur gezielt stärken

Ausreichend Bewegung ist und bleibt der wichtigste Ratschlag, den wir Ihnen zur Vorbeugung von Rückenschmerzen an die Hand geben können. Wenn Sie Ihre Rückenmuskulatur gezielt kräftigen, beugen Sie auch Verspannungen sowie einem muskulären Ungleichgewicht vor. Dazu müssen Sie nicht unbedingt das örtliche Fitnessstudio aufsuchen. Auch einfache Gymnastikübungen oder das Training mit sogenannten Thera-Bändern kann Ihre Rückenmuskulatur effektiv kräftigen. Besonders für Einsteiger, die bereits Rückenprobleme haben, ist für den Anfang eine professionelle Übungsanleitung sinnvoll.

Positiver Nebeneffekt: Bewegung tut nicht nur Ihrem Körper gut, sondern auch Ihrem Geist. Wer sich regelmäßig richtig verausgabt, bekommt den Kopf frei und schafft sich einen guten Ausgleich zum stressigen Alltag. Für ein körperliches und seelisches Gleichgewicht können auch verschiedene Entspannungstechniken nützlich sein. Dazu zählen zum Beispiel Yoga oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.

 

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