RÜCKENSCHULE: Geeignete Sportarten gegen Rückenschmerzen

Trennlinie mit Nagel (verkörpert Rückenschmerzen)

Geeignete Sportarten gegen Rückenschmerzen

mann macht sport im freien gegen rückenschmerzen

Wollen Sie Ihre Rückenschmerzen lindern oder vorbeugen, dass sie überhaupt entstehen, ist vor allem regelmäßige Bewegung das A und O. Mit den richtigen Sportarten für den Rücken trainieren Sie nicht nur Ihre Fitness, Muskeln und Gelenke, gleichzeitig werden auch die Bandscheiben Ihrer Wirbelsäule ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Das hält Ihren Rücken gesund und leistungsstark. Aber von welchen Sportarten profitiert Ihr Rücken am meisten, und worauf sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Sportart achten?

Eine Sportart, bei welcher der Rücken trainiert, aber kaum belastet wird, ist Schwimmen.

Welche Sportarten sind für den Rücken geeignet und welche schaden Ihrem Rücken eher? Zuerst einmal ist es wichtig, dass Sie sich eine Sportart suchen, für die Sie fit genug sind und die Ihnen Spaß macht. Wenn Sie bereits Rückenprobleme oder einen Bandscheibenvorfall hatten, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt. Er wird Sie beraten, welche Sportart für Sie geeignet ist und worauf Sie beim Sport achten sollten. Das Training darf Ihren Rücken nicht zu sehr belasten, sondern sollte ihn in seiner Funktion unterstützen und am besten auch noch die Rückenmuskulatur stärken.

Unabhängig für welchen Sport Sie sich entscheiden, bei jedem Training gilt:

  • zu Beginn gut aufwärmen,
  • die richtige Technik anwenden,
  • ausreichend Erholungspausen einplanen,
  • während und nach dem Training ausreichend Mineralwasser trinken.

Nur so bleiben Rücken, Muskeln und Gelenke fit, ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie sich leichter verletzen oder beim Sport überanstrengen. Natürlich sollten Sie sich die nötige Ausrüstung besorgen – Funktionskleidung, passende Schuhe und alles, was Sie für Ihren Sport benötigen. Am besten gehen Sie dazu in ein Sportfachgeschäft, denn dort werden Sie am besten beraten.

Die Sportarten gegen Rückenschmerzen im einzelnen

Aquafitness entlastet die Wirbelsäule

In vielen Schwimmbädern werden Gymnastikkurse im Wasser angeboten, wie Aquawalking oder Aqua-Wirbelsäulengymnastik. Der große Vorteil des Aquatraining ist der Auftrieb des Wassers, der die Wirbelsäule entlastet. Daher ist Aquafitness auch bei akuten Rückenschmerzen geeignet. Sie trainieren gelenkschonend und stärken die untere Rückenmuskulatur.

Tanzen bis ins hohe Alter

Lassen Sie sich fürs Tanzen begeistern? Tanzen ist eine rückenschonende Sportart, mit der Sie bis ins hohe Alter körperlich aktiv bleiben können. Egal welcher Tanz, Tanzen schult Haltung, Körperwahrnehmung und Koordination, hilft beim Stressabbau und macht Spaß. Tanzschulen bieten meist Anfänger- oder Schnupperkurse an, in denen Sie herausfinden können, welcher Tanzstil Ihnen liegt.

Wandern und Nordic Walking auch bei Rücken- und Gelenkproblemen:

Wandern und Nordic Walking sind beide gut für jedes Alter geeignet. Zu Beginn sollten Sie nicht gleich eine lange Bergwanderung planen. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft reichen anfangs völlig aus, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und Rückenmuskulatur und Wirbelgelenke zu aktivieren. Mit zunehmender Übung können Sie Ihr Pensum steigern. Beginnen Sie mit Nordic Walking, ist es zuerst einmal wichtig, die Technik richtig zu erlernen. Am besten schließen Sie sich einer Gruppe an oder besuchen einen Kurs. Der gezielte Einsatz der Arme kräftigt die Rumpfmuskulatur und die Nacken- und Schultermuskeln entspannen sich. Positiver Nebeneffekt beider Sportarten: Die Bewegung in der freien Natur hilft beim Abschalten und macht den Kopf frei.

Radfahren schont die Gelenke und entlastet die Wirbelsäule

Wenn Sie Ihr Herz-Kreislaufsystem auf Trab bringen wollen, ist Radfahren in jedem Alter sehr geeignet, selbst wenn Sie ein paar Pfunde zu viel haben. Sie sollten allerdings darauf achten, beim Radeln den Rücken stets gerade zu halten und dabei leicht nach vorn gebeugt zu sitzen. Nur so wird beim Radfahren Ihre Wirbelsäule entlastet. Dazu sollte der Lenker etwas höher eingestellt sein als die Höhe des Sattels. Ein Tourenrad, welches Bewegungen abfedern kann, ist ideal.

Skilanglauf, die rückenfreundliche Wintersportart

Bei richtiger Technik ist Skilanglauf ein Sport, der Ihre Bandscheiben entlastet und Ihr Herz-Kreislaufsystem fit hält. Beim Langlaufen aktivieren Sie fast alle Muskelgruppen des Körpers und trainieren besonders die tiefe Rückenmuskulatur. Damit der Körper und insbesondere der Rücken nicht durch Schwitzen auskühlen, sollten Sie beim Langlauf keine normale Kleidung tragen, sondern Funktionskleidung. Diese führt die Feuchtigkeit schnell ab, so dass Sie trocken und warm bleiben.

Yoga, Taiji und Qigong – besseres Körperbewusstsein und Entspannung

Im Prinzip sind Yoga, Taiji und Qigong für jeden und in jedem Alter geeignet. Die verschiedenen Übungen trainieren und verbessern unter anderem Körperbewusstsein, Beweglichkeit und Haltung. Es gibt aber auch Entspannungsübungen für Muskeln und Körper, die für den Rücken positiv sind. Sie sollten allerdings die Techniken unter Anleitung eines Lehrers erlernen.

Wirbelsäulengymnastik: Gezielt den Rücken stärken

Wirbelsäulengymnastik ist sehr gut geeignet, wenn Sie eine Sportart suchen, mit der Sie speziell die Rücken- und Bauchmuskeln trainieren können. Kurse werden in Fitnessstudios, Sportvereinen oder in Volkshochschulen angeboten.

Eislaufen und Inlineskating für Trainierte

Beide Sportarten trainieren Ausdauer, Koordination und Gleichgewicht. Einsteiger sollten zunächst einen Anfängerkurs machen, um die Technik zu lernen (vor allem das Bremsen). Achten Sie besonders beim Inlineskating auf Helm und Schoner für Knie, Hände und Ellenbogen.

Joggen

Joggen trainiert die tiefe Rückenmuskulatur im Lendenbereich. Allerdings werden die Gelenke stark beansprucht. Joggen Sie daher nur mit geeignetem Schuhwerk, welches die Bewegungen etwas abfedert.

Schwimmen: Ausdauer- und Muskeltraining

Schwimmen ist durch die verminderte Schwerkraft im Wasser gelenkschonend und stärkt Muskeln und Ausdauer. Allerdings sollten Sie auf die Schwimmtechnik achten, auch beim Brustschwimmen. Hier sollten Sie den Kopf nur zum Einatmen mit Kraft des Oberkörpers aus dem Wasser heben. Rückenschwimmen und Kraulen schont die Halswirbelsäule mehr als Brustschwimmen.

Diese Sportarten können dem Rücken sogar schaden

Wenn Sie bereits Rückenbeschwerden haben, sollten Sie auf folgende Sportarten eher verzichten:

  • Tennis
  • Skiabfahrt
  • Ringen
  • manche Mannschaftssportarten, wie Handball, Volleyball oder Fußball

Alle genannten Sportarten können durch Stauchungen oder ruckartige Stopp- und Drehbewegungen die Wirbelsäule gefährden.

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