URSACHE: BERUF

Trennlinie mit Nagel (verkörpert Rückenschmerzen)

Welche Berufe sind schlecht für den Rücken?

frau mit rückenschmerzen im beruf rot markiert

Wer ständig schwere Arbeit verrichtet, kann schnell mit Rückenproblemen zu tun bekommen – muss es aber nicht. Denn der Grad der Belastbarkeit von menschlichen Muskeln und Gelenken fällt sehr unterschiedlich aus. Grundsätzlich gilt: Ein gut trainierter Körper hält hohen Belastungen eher stand, als ein weniger gut trainierter Körper. Egal in welchem Beruf – starke Muskeln, Bänder und Sehnen bieten Ihnen den besten Schutz vor Rückenschmerzen.

Ein Faktor, der häufig für Rückenbeschwerden verantwortlich gemacht wird, ist langes Sitzen am Arbeitsplatz. Dieses scheint jedoch mit gar kein so hohes Risiko für Rückenschmerzen aufzuweisen, wie viele denken. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Sie stets auf ein dynamisches Sitzen achten, entsprechende Haltungsübungen ausführen und Ihren Arbeitsplatz rückenschonend einrichten. Wenn Sie das tun, können körperlich anstrengende Berufe sogar ein höheres Risiko für Rückenschmerzen aufweisen.

Wodurch werden Rückenschmerzen ausgelöst?

Putzfrau mit Rückenschmerzen kniet sich hinWenn Sie viel heben und tragen, belasten Sie sowohl Ihre Rückenmuskulatur, als auch Ihre Bandscheiben und Wirbelkörper. Beim schweren Heben ist vor allem Ihre Lendenwirbelsäule einer hohen Belastung ausgesetzt, die zu Verspannungen und Bewegungseinschränkungen führen kann.

In diesem Fall ist die überanstrengte Muskulatur auch anfälliger für Verletzungen. Neben einem gesteigerten Verletzungsrisiko kann dadurch sogar der natürliche Verschleiß Ihrer Wirbelkörper beschleunigt werden.

Arbeiten in gebeugter Körperhaltung sind nicht nur belastend für Ihren unteren Rücken, sondern auch für Hüfte und Oberschenkel. Auch in diesem Bereich kann es zu Verspannungen und Muskelschmerzen kommen.

Tätigkeiten, die auf den Knien oder in der Hocke durchgeführt werden, können außerdem Ihre Kniegelenke langfristig schädigen. Im schlimmsten Fall kommt es dadurch zur Entstehung von Arthrose, Schleimbeutelentzündungen oder Meniskuserkrankungen.

Wenn Sie viel mit angehobenen Armen arbeiten, kann es zu Verspannungen im Bereich von Schulter und Nacken kommen, die sich unter Umständen bis zur Lendenwirbelsäule ausbreiten können.

Darüber hinaus erfordert das Arbeiten mit Werkzeug viel Kraft in den Armen und Händen. Durch regelmäßiges Hämmern, Bohren, Drehen oder Stemmen kann es zu Schäden im Bereich des Handskeletts kommen. Im schlimmsten Fall kann das sogar zu langanhaltenden Beschwerden im Schulter-Arm-Nacken-Bereich führen. Darüber hinaus können auch monotone Arbeiten mit den Armen und Händen überbelastete Muskeln und Sehnen verursachen. In diesem Fall kommt es häufig zu Durchblutungsstörungen oder Nervenschädigungen, die sich jedoch durch ausreichende Entlastung wieder zurückbilden können.

Durch gezieltes Krafttraining können Sie Verspannungen und muskulären Überbelastungen gezielt entgegenwirken. Außerdem sollten Sie überprüfen, ob nicht bessere Arbeitsmittel zur Verfügung stehen, die Ihnen die Arbeit erleichtern oder Ihre Muskeln entlasten.

Welche Bewegungen belasten Rücken und Gelenke?

  • Schweres arbeiten in ungünstiger Körperhaltung (Zwangshaltung): Druckbelastung auf Rücken und Gelenke, extreme Winkelstellungen innerhalb der Gelenke. Berufsgruppen wie: Bodenleger, Maurer, Maler, Automobilmontagetätigkeit.
  • Schwere Lasten tragen und heben: Tragen, Heben, Halten, Schieben oder Ziehen von schweren und sperrigen Gegenständen. Berufsgruppen wie: Arbeiten im Baugewerbe, Müllabfuhr, Umzugshelfer, Paketdienste.
  • Tätigkeiten mit hoher Kraftanstrengung oder physischer Einwirkung: Klettern und Steigen zum Erreichen des Arbeitsortes. Berufsgruppen wie: Kranfahrer, Arbeiten im Baumschnitt, Arbeiten an Windenergieanlagen.
  • Auf den Körper einwirkende Vibrationen: Meistens durch Fahrzeuge oder handgeführte Arbeitsgeräte verursacht. Arbeitsgeräte wie: Gabelstapler, Stampfer, Bohrer, Erdbaumaschinen.
  • Ständig wiederkehrende Tätigkeiten: Monotone Arbeitsvorgänge, die immer wieder durchgeführt werden müssen, können zur Überlastung von Muskeln, Sehnen und Bändern führen. Berufsgruppen wie: Fließbandarbeiter, Gastronomie.
  • Sitzende Tätigkeiten: Im Büroalltag entstehen Rückenschmerzen zumeist durch langes und falsches Sitzen. Häufig mangelt es auch an einem Ausgleich in Form von Bewegung, wodurch der Rücken entlastet werden könnte. Berufsgruppen wie: Kassierer, Büroangestellte.

Rückenschmerzen durch negative Arbeitseinstellung?

Neben dem vielen Sitzen oder körperlich belastenden Tätigkeiten spielen auch die allgemeinen Bedingungen am Arbeitsplatz eine bedeutende Rolle für die Entstehung von Rückenschmerzen. Falls Sie unzufrieden mit Ihrer Arbeit, Ihrem Lohn oder unzureichender Anerkennung sind, sich über- oder unterfordert fühlen und vielleicht sogar mit sozialen Konflikten am Arbeitsplatz zu kämpfen haben, kann ebenfalls zur Entstehung von Rückenschmerzen kommen. Mehr über den Zusammenhang von Psyche und Rückenschmerzen erfahren Sie hier.

 

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